Wasseraufbereitung: 5 BWS-Referenzen mit messbaren Projektergebnissen

Wasseraufbereitung: 5 BWS-Referenzen mit messbaren Projektergebnissen

Wer nach Referenzen oder Kundenprojekten von BWS Anlagenbau & Service GmbH im Bereich Wasseraufbereitung sucht, findet keine Einheitslösungen, sondern dokumentierte Projektergebnisse aus fünf unterschiedlichen Industriebereichen. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in der industriellen Wasseraufbereitung, über 200 in Betrieb genommenen Anlagen und mehr als 300 Kundenprojekten lässt sich der BWS-Ansatz anhand konkreter Vorher-Nachher-Kennzahlen belegen.

Die folgenden Projektübersichten zeigen, wie BWS Anlagenbau & Service GmbH technische Aufgabenstellungen in messbare Betriebsverbesserungen übersetzt hat.

Lebensmittelindustrie: Enteisenung, Entmanganung und hygienische Sterilfiltration

Ausgangslage und Herausforderung

Ein Betrieb der Lebensmittel- bzw. Mineralwasseraufbereitung benötigte eine Anlage zur Entfernung von Eisen und Mangan aus dem Rohwasser, kombiniert mit einer nachgeschalteten Sterilfiltrationsstufe. Die Anlage musste lebensmittelrechtlichen Anforderungen genügen und jederzeit rückverfolgbare Qualitätsnachweise liefern.

Technische Lösung

BWS projektierte eine mehrstufige Aufbereitungslinie mit Enteisenung, Entmanganung sowie automatischer Mikrofiltration (Sterilfiltration). Sämtliche wasserführenden Komponenten wurden vollständig in hygienischer Edelstahlausführung gefertigt. Eine automatische CIP-Reinigung (Cleaning-in-Place) sichert reproduzierbare mikrobiologische Qualität ohne manuelle Demontage.

Technische Eckdaten:

  • Kapazität: max. 2,5 m³/h
  • Material: komplett in Edelstahl, hygienische Ausführung
  • Verfahren: Enteisenung/Entmanganung, Mikrofiltration, automatische CIP-Reinigung

Ergebnis

Die Anlage läuft im Regelbetrieb ohne manuelle Eingriffe in den Reinigungszyklus. Compliance-relevante Qualitätsprotokolle werden vollautomatisch dokumentiert und stehen für interne Audits bereit.

Automotive/Lackiererei: Stadtwasser-Substitution durch Kreislaufführung

Ausgangslage und Herausforderung

Ein Automobilzulieferer mit aktiven Lackier- und Waschprozessen stand unter Druck, den Frischwasserbezug zu senken und gleichzeitig ölhaltige Abwasserteilströme aus dem Wasch- und Dichtprüfkreislauf (WDPA) regelkonform zu behandeln. Eine Herausforderung war, die Erneuerung der Wasseraufbereitungstechnik bei laufender Produktion durchzuführen.

Technische Lösung

BWS realisierte eine gestufte Erneuerung ohne Produktionsstillstand. Der Verfahrenstrain umfasst:

  • Ultrafiltration (UF) zur Behandlung ölhaltiger Abwässer: 6 m³/h
  • Nachgeschaltete Umkehrosmose (RO) und vollentsalzte Wasser-(VE-)Erzeugung
  • Kreislaufführung des aufbereiteten Wassers zurück in die Produktion

Ergebnis

KennwertVor der AnlageNach Inbetriebnahme
StadtwasserbezugBasisEinsparung/Substitution ca. 4.000 m³/Monat
Kapazität Aufbereitungentfälltmax. 15 m³/h
Ölhaltige Strömeexterner EntsorgungswegUF-Behandlung intern, 6 m³/h

Die Substitution von rund 4.000 m³ Stadtwasser pro Monat reduziert Bezugskosten und Abwassergebühren dauerhaft. Da die Anlageninvestition erfahrungsgemäß nur ca. 20 % der gesamten Life-Cycle-Costs ausmacht, rechnet sich ein solches Projekt vor allem über stabile Betriebskosten und planbare Wartungszyklen.

Chemische Industrie: Quecksilber-Reduktion und Kühlwasseraufbereitung

Ausgangslage und Herausforderung

Ein Betrieb der chemischen Industrie musste Quecksilber-kontaminierte Prozessströme auf behördlich vorgeschriebene Grenzwerte absenken. Parallel bestand Bedarf an einer leistungsstarken Kühlwasserreinigung für zwei getrennte Kühlkreisläufe.

Technische Lösung

Für den Schwermetallstrom wurde eine spezifische Fällungs- und Filtrationsstufe ausgelegt, die die Quecksilberkonzentration um mehr als vier Größenordnungen absenkt. Die Kühlwasserreinigung erfolgt über Doppelstockfilter, dimensioniert für zwei parallele Volumenströme.

Technische Eckdaten:

  • Quecksilber-Ablaufwert: unter 5 µg/l (Zulaufwert: 15 mg/l)
  • Kühlwasser-Durchfluss: 2 x 500 m³/h
  • Überwachungsintervalle: zweiwöchentliche Kühlwasserkontrollen, quartalsmäßige mikrobiologische Kontrollen gemäß 42. BImSchV

Ergebnis

SchadstoffZulaufAblauf
Quecksilber (Hg)15 mg/l< 5 µg/l

Die Anlage hält dauerhaft behördliche Einleitgrenzwerte ein. Beide Kühlkreisläufe laufen mit dokumentierter Wasserqualität und planbaren Wartungszyklen.

Wasser-Recycling: UF/RO-Kreislaufanlage mit regelbarer Kapazität

Ausgangslage und Herausforderung

Ein Industriebetrieb suchte eine skalierbare Lösung zur internen Wasserwiederverwendung. Ziel war VE-Qualität (vollentsalztes Wasser) für Produktionsprozesse, ohne den Frischwasserbedarf proportional zur Produktionskapazität zu steigern.

Technische Lösung

BWS installierte eine regelbare UF/RO-Kreislaufanlage in Containerbauweise. Die Containerbauweise ermöglichte schnelle Installation ohne bauliche Eingriffe in den Bestand. Der Verfahrenszug umfasst Ultrafiltration, Umkehrosmose, Reinwasserspeicher und UV-Desinfektion als Endpolishing-Stufe. Partikelrückhalt bis unter 0,2 µm sichert die geforderte Produktwasserqualität.

Technische Eckdaten:

  • Anlagenkapazität: regelbar zwischen 1,7 und 4,1 m³/h
  • Qualitätsziel: Leitfähigkeit < 10 µS/cm, Partikelgröße < 0,2 µm
  • Bauweise: Container-Skid, einsatzbereit ohne Tiefbaumaßnahmen

Sonderanwendungen: Membranentgasung, Reinstwasser (EDI) und Uranerz-Aufbereitung

Membranentgasung für Deionat

Eine Anlage zur Deionat-Membranentgasung senkt den gelösten Sauerstoffgehalt zuverlässig auf Prozessanforderungen:

  • Sauerstoff-Zulauf: 5,6 mg/l
  • Sauerstoff-Ablauf: < 0,15 mg/l
  • Kapazität: max. 8-20 m³/h

Reinstwasser mit Elektrodeionisation (EDI)

Für Anwendungen mit höchsten Qualitätsanforderungen (z. B. Pharma, Elektronik, Laborwasser) realisiert BWS Reinstwasseranlagen mit RO/EDI-Kombination. Zielwerte: Leitfähigkeit < 1 µS/cm, TOC < 0,5 mg/l.

Sonderanwendung Uranerz-Aufbereitung

Ein Referenzprojekt mit besonderen Anforderungen an Schwermetall- und Radionuklidabtrennung:

  • Schadstoffe: Uran, Arsen, Radium-226, abfiltrierbare Stoffe
  • Kapazität: max. 80 m³/h (1.920 m³/d)

Lifecycle-Service als Projektbestandteil, nicht als Nachgedanke

In allen genannten Projekten gliedert sich der BWS-Lieferumfang in dieselbe Abfolge: Beratung und Bedarfsanalyse mit Erhebung von Rohwasserqualität, Prozessanforderungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, gefolgt von Engineering, Fertigung, Montage, Inbetriebnahme, Betreiberschulung und Übergabe mit dokumentierten Betriebsunterlagen.

Nach der Inbetriebnahme greift das BWS-Servicepaket: 48-Stunden-Service bei Bedarf und ein jährliches Anlagenaudit sichern Verfügbarkeit und Auditfähigkeit über die gesamte Betriebsdauer. Dieser Ansatz ist betriebswirtschaftlich relevant, weil die eigentliche Anlageninvestition nach BWS-Angaben nur ca. 20 % der gesamten Life-Cycle-Costs ausmacht. Der weitaus größere Kostenanteil entsteht im Betrieb durch Energie, Chemikalien, Wartung und Stillstandzeiten. Wer diese Faktoren von Beginn an ins Engineering einbezieht, erzielt dauerhaft bessere Kennzahlen.

Detaillierte Projekt-Steckbriefe und technische Unterlagen zu den einzelnen Referenzprojekten stellen wir auf Anfrage bereit. Anlagendaten werden dabei, wo erforderlich, in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt.